Gemeinde

Ortsteile

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Straßenangerdorf
Ortstypisches:
  • drei Teiche im Ortszentrum, sowie ein Kriegerdenkmal
  • zum Teil noch erhaltene Umgebindehäuser an der Wilthener Straße 24-26
  • eingebettet in das Lausitzer Bergland
  • altes Gutsgebäude mit kleinem Park
Erreichbarkeit:
  • Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119) Abzw. Wilthen / Dretschen
  • Staatsstraße Gaußig - Wilthen (S118)
Gaststätten/Hotel:
Bergbaude "Schöne Aussicht" in Sora, Telefon: 03592 33 64 2
Wanderwege:
  • "Große Gaußiger Runde"
  • zum kleinen oder großen Picho (499m)
  • Ort Sora, weiter übers "Jägerhaus" zum "Mönchswalder Berg" (447m)
Feuerwehr:
Am 06. April 1924 fanden sich 34 Männer zur Gründung der Feuerwehr Arnsdorf unter Leitung von Herrn Kurt Zieschang zusammen. 1969 gründete sich die Frauengruppe, welche im vorbeugenden Brandschutz tätig war. Mit dem Gemeindezusammenschluss mit Gaußig 1974 entstanden die Kommandostellen Arnsdorf und Dretschen. 1992 erfolgte die Umbenennung in Ortswehren. Der Zusammenschluß der Ortswehren Dretschen und Arnsdorf 1995 zur Ortswehr Dretschen-Arnsdorf. Aus der ehemaligen Dorfschule Dretschen entstand 1998 ein neues Gerätehaus.

Das "Alte Sägewerk" wurde 1701 erstmals als Mahl- und Ölmühle genannt. Bis 1963 wurde hier noch Mehl gemahlen. Heute werden verschiedene Produkte aus Holz hergestellt, z.B. Zäune. Arnsdorf wird zum ersten Mal 1363 als „Arnoldisdorf“ als so genanntes Kammer- und Küchengut des Bischofs von Meißen schriftlich erfasst. Magdalene Sybille von Neitschütz (1674 -1694), anerkannte Mätresse des Kurfürsten Johann Georg IV., starb an Pocken und ihr Geliebter überlebt sie nur 23 Tage. Dadurch wurde sein jüngerer Bruder Friedrich August Kurfürst, der später als August der Starke weltbekannt wurde. Der Historische Roman „Die Zaubergräfin“ von Alwin Mehnert erzählt davon.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Lockerer Bauernweiler
Ortstypisches:
  • ehemalige kleine bäuerliche Ansiedlung
  • mächtige Naturschutzeiche
Erreichbarkeit:
  • an der Staatsstraße Bautzen-Gaußig (S 120) gelegen
  • Bahnstation Seitschen (Strecke Dresden - Görlitz)

Nach Angaben der Grenzurkunde von 1223 geht hervor, dass Brösang im 13. Jahrhundert dem königlich – böhmischen (altlausitzer Verwaltungsbezirk) Burgwart Seitschen angehörte. Es befinde sich die ehemalige kleine bäuerliche Ansiedlung (Bauernweiler) auf dem sanft nach Norden fallenden Hang zwischen dem „Langen Wasser“ und der von Gaußig herfließenden Rieglitz. Das „Lange Wasser“, früher „Godowiza“, galt als Grenzbach zwischen der „meißnischen“ und „lausitzer“ Seite. Im Jahr 1473 wird es „Bréssinke“ genannt. Mit der Bildung von Landgemeinden 1840 wurde Brösang ohne ihm Eigenständigkeit zuzugestehen nach Drauschkowitz eingemeindet. Ein über 400 Jahre altes Symbol ist die alte Eiche. Sie hat einen Umfang von 5,60 Meter und ist ca. 24 Meter hoch. Die Eiche ist wahrscheinlich die zweitälteste im Kreis Bautzen und steht als Naturdenkmal an der Straße von Brösang zur „alten Schäferei“. Brösang liegt an der Staatstraße 120 Bautzen – Gaußig, welche schon 1592 auf der Karte der Wege- und Straßenverzeichnisse erwähnt ist mit den Worten: „Über den Weg! Der von Neustatt off Bauczen leufft“. Die Wanderwege führen entlang des „Langen Wassers“ und der „Großen Gaußiger Runde“.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Reihendorf
Ortstypisches:
Zwei- und Dreiseitenhöfe, Hungerstein
Erreichbarkeit:
Buslinie Ring Bischofswerda - Demitz-Thumitz - Bischofswerda
Feuerwehr:
1918 bestand eine Pflichtfeuerwehr aus 8 Mitgliedern, die im Feuerwehrverband von Gaußig mitarbeiteten.

Das Reihendorf besteht aus Bauernhöfen, bei denen es sich vorherrschend um Zwei- und Dreiseitenhöfe handelt. Das Erdgeschoß wurde aus Granodioritbruchstein gemauert, die Obergeschosse tragen verbrettertes Fachwerk, oft mit Schiefern behangen und darüber sind meist Schindeldächer. Der Hungerstein befindet sich am Ortsausgang in Richtung Medewitz, unterhalb der letzen Wirtschaft an einer Stützmauer aus großen Granitfeldsteinen, die links die Böschung begrenzt. Die Inschrift ist eine Nachricht von einem Bauern an die Nachwelt, dass um 1800 eine große Teuerung herrschte und damit auch eine große Hungersnot verbunden war. Cossern liegt an der Buslinie Ring Bischofswerda Demitz-Thumitz - Bischofswerda. Wanderwege führen über den Kretschmarberg zum Klosterberg entlang der „Großen Gaußiger Runde“.

Gründungsjahr:
1223 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Waldhufendorf
Ortstypisches:
  • landwirtschaftlich geprägte Bebauung (z.T. Drei- und Vierseithöfe)
  • Siedlungshäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser
  • kein eigentliches Ortszentrum bzw. kein eigentlicher Ortskern
Erreichbarkeit:
  • Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119)
  • Staatsstraße Gaußig - Wilthen (S118)
Feuerwehr:
Bereits 1858 gab es eine pferdebespannte Handdruckspritze im Privatbesitz. Am 22. Juli 1893 wurde die Freiwillige Feuerwehr Diehmen gegründet. Ende der 1960iger Jahre wurde eine Frauengruppe gegründet. Einweihung des neuen Gerätehauses im November 1978. Im Jahr 1980 ergab sich die Möglichkeit, vom Fernsehen der DDR ein ausrangiertes Tanklöschfahrzeug TLF zu bekommen. Im Herbst desselben Jahres war es dann soweit, eine kleine Dorffeuerwehr erhielt ein modernes Fahrzeug. 2007 erhielt die Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen. Die Freiwillige Feuerwehr Diehmen ist heute noch aktiv und arbeitet eng mit der Freiwilligen Feuerwehr Dretschen-Arnsdorf zusammen.

Diehmen wird eingebettet vom Großen Picho (499m) mit seinen Nebenhöhen und dem Tschelentsy (367m), welcher nach Nordosten mit der Weißnaußlitzer Schwelle gegen raue Winde wirksam abschirmt. Erstmals wurde Diehmen 1223 (1241) als „Dymin” in der Oberlausitzer Grenzurkunde genannt, es gehörte zum königlich-böhmischen Burgwart Seitschen, an seine Flure grenzten im Osten und Westen die bischöflich - meißnischen Burgwarte Doberschau und Göda. Westlich dieser Grenze wurden deutsche Wohnplätze angelegt, aus denen das heutige Mitteldorf wie auch das Oberdorf entstanden. Das sorbische Unterdorf erweitert sich in Richtung Niederdorf und Siedlung (1929). Zu den ältesten erhaltenen Gebäuden zählen das ehemalige Rittergut an der Gaußiger Straße, das ehemalige Mühlengebäude im Mitteldorf 4, die Diehmener Mühle und Kleebusch 9. Diehmen liegt an der Staatsstraße 119 Bautzen - Neukirch und an der Staatsstraße 118 Gaußig - Wilthen. Wanderwege führen entlang der „Kleinen und Großen Gaußiger Runde“ über den Holtschberg nach Naundorf. Von hier hat man einen herrlichen Blick bis nach Hoyerswerda und Boxberg.

Gründungsjahr:
1223 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
städtisch geprägtes Flächendorf
Gaststätten/Hotel:
Gaststätte "Am Sportplatz", Sportlerweg 8, 02692 Doberschau, Telefon: 03591 39 51 24
Traditionen:
Weihnachtsmarkt am 1. Advent
Feuerwehr:
Die Feuerwehr in Doberschau besteht seit dem Jahr 1904. Vorher gab es jedoch schon Spritzenmannschaften, welche sich um die Feuerlöschbelange kümmerten. Durch die dichter werdende Besiedlung und steigende Brandgefahr wurde 1912 beschlossen in dem Orts- bzw. Gutsdorf Doberschau eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen. Die Frauengruppe der FFW Doberschau wurde 1967 gegründet. 1997 wurde das neue Gerätehaus gegenüber dem neuen Dorfzentrum eingeweiht und im Jahr 2001 erhielten die Kameraden ein neues Tanklöschfahrzeug.

Doberschau liegt südlich von Bautzen, in der Grenzurkunde von 1223 (1241) ist von dem Burgward Dobrus die Rede. Hierbei handelt es sich um ein Stück Land des Bischofs von Meißen. Vorläufer des Ortes ist das Rittergut, welches im Zusammenhang mit der Schanze genannt wurde. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die aus Doberschau stammt, ist die „schwarze Marie“ oder „Mutter Simon“, wie sie genannt wurde. Sie trug wesentlich mit zur Gründung des „Roten Kreuzes“ bei. Das aus dem Jahr 1905 stammende alte Schulgebäude steht unter Denkmalschutz. Heute haben der Hort, die Bibliothek und die Heimatstube hier ihr Domizil. Der Rad- und Wanderweg führt durch das romantische Spreetal entlang der Orte Grubschütz, Doberschau und Schlungwitz. Von Doberschau hat man einen herrlichen Blick auf die Bautzener Altstadtsilhouette. Doberschau ist zu erreichen über die A4, B6 und B96 Bautzen Richtung Doberschau.

Gründungsjahr:
1076 in einer Urkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Gutssiedlung mit Gutsblockflur
Ortstypisches:
  • einfaches zweigeschossiges Herrenhaus auf dem Gelände einer ehemaligen Wasserburg
  • Restbebauung im Stile ehemaliger Landwirtschaftsgebäude sowie Häuslerbauten
Tradition:
Am 1. Mai und am 3. Oktober finden im Fuchsbergstadion die traditionellen Fußballspiele statt.
Erreichbarkeit:
  • an der Staatsstraße Bautzen - Gaußig (S120) gelegen
  • über Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119)
Feuerwehr:
Die Freiwillige Feuerwehr Drauschkowitz, die für den Gemeindebezirk Drauschkowitz mit den Ortsteilen Brösang, Drauschkowitz, Neu-Drauschkowitz und Katschwitz verantwortlich war, wurde am 20. September 1924 gegründet. Seit 1995 wird die Feuerwehrtradition der Kameraden als Verein „Freiwillige Feuerwehr Drauschkowitz e.V.” weitergeführt.

An der Staatsstraße 120 auf halbem Wege zwischen Bautzen und Gaußig befindet sich Drauschkowitz. Im Jahr 1071 taucht in den Urkunden der sorbische Name Drogobudowice auf, was zu Deutsch soviel wie Straßenhütten oder Buden heißt. Die sorbische Siedlung war ein sogenannter Quellweiler, eine ursprünglich aus wenigen Gehöften bestehende Ansiedlung. Zu den ältesten Gebäuden zählt das Herrenhaus, auf dem Gelände einer ehemaligen Wasserburg erbaut. An der früheren Flurgrenze von Drauschkowitz, am Abzweig der Gaußiger von der Neukircher Straße, befanden sich vier Linden. Sie wurden zur Erinnerung an die Erlösung vom Siebenjährigen Krieg im Jahr 1763 als Friedensbäume gepflanzt. Diese Linden zählten zu den schönsten Naturdenkmälern des Kreises Bautzen. Heute gibt es die vier Linden dort nicht mehr, dafür eine Ersatzpflanzung an der höchsten Stelle der Straße nach dem Ortsausgang. Neu-Drauschkowitz liegt am südlichen Zipfel der Drauschkowitzer Ortsflur. Es entstand erst um 1820. Wanderwege führen entlang des „Langen Wassers“ und der Großen Gaußiger Runde.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Platzdorf
Ortstypisches:
  • Dorfanger mit Kriegerdenkmal
  • ländliche Prägung
  • Umgebindehäuser
Erreichbarkeit:
Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119), Abzweig Dretschen / Arnsdorf / Wilthen
Pensionen:
"Pichoblick", Fam. Tuma, Telefon: 035930 51 39 1
Feuerwehr:
Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr fand im Jahr 1936 statt. Sie arbeitete seit ihrem Bestehen eng mit der FFW Arnsdorf zusammen. 1996 erfolgte der Zusammenschluss mit der FFW Arnsdorf und 2005 erhielten die Kameraden ein neues Tanklöschfahrzeug.

Mit seinen Fluren breitet Dretschen sich zwischen dem Fuß des Berges Tschelentsy und dem Kamm des Großen Picho aus. Der Horken bei der Pappmühle schirmt das Dorf gegen Nordwesten ab. Gegen Osten steigt steil die Höhe 346,5 m als Ausläufer des Arnsdorfer Kapellenberges an. Das Lange Wasser durchquert Flur und Ort in nordwestlicher Richtung und bildet zwischen Arnsdorf und Dretschen ein sumpfiges Wiesental. Erstmals 1241 urkundlich genannt, gehörte es zur Burgwarte Doberschau. Die erste Ortsnennung erfolgte 1352 als „Dreschin“, der Ort wurde als Platzdorf angelegt.

Am Dorfanger befindet sich das Kriegerdenkmal aus dem 1. Weltkrieg und es gibt noch einige erhaltene Umgebindehäuser. Die sogenannte „Alte Schule“ von 1840, welche sich in der Dorfmitte befindet, war 40 Jahre lang die Wirkungsstätte des Botanikers und Dorfschullehrers Michael Rostock (1821 -1893). Sein „Handbuch der Pflanzenkunde“ in sorbischer Sprache begründet neben seiner naturwissenschaftlichen Bedeutung auch die Schaffung einer wissenschaftlichen sorbischen Sprache. Die ehemalige „Neue Schule“ (1913/14) beherbergt heute die Feuerwehr. Dretschen liegt an der Staatstraße 118 und ist auch zu erreichen über die Staatstraße119 Bautzen - Neukirch Abzweig Kreuzung Dretschen - Diehmen. Von hier führen Wanderwege über den Kapellenberg nach Sora und weiter zum „Mönchswalder Berg“ (447 m) oder den Wiesenweg entlang im Tal nach Arnsdorf und zum Picho (499 m). Auch die „Große Gaußiger Runde“ führt hier lang.

Gründungsjahr:
1241 als Rittersitz in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Gutssiedlung mit straßendorfartiger Bebauung
Ortstypisches:
  • charakteristisches Dorfzentrum mit Kirchplatz und Kriegerdenkmal
  • Schloss aus dem 18. Jahrhundert im palladianischen Klassizismus
  • Schlosspark (28 ha), ebenfalls im 18. Jahrhundert nach barockem Vorbild angelegt und später im englischen Stil fortgesetzt; zeichnet sich durch eine Vielzahl seltener Bäume und Sträucher (insbesondere Rhododendren, Azaleenbüsche) und durch zahlreiche starke Eichen aus
  • Evang. Kirche (mit spätgotischem Flügelaltar von 1480) und kath. Schlosskapelle
  • Sport- und Vereinshalle
Erreichbarkeit:
  • über die B 6, Abzweig Göda (6km)
  • Landstraße (Staatsstraße S119) von Bautzen (12km) nach Neukirch (6km)
  • ÖPNV (Bus) Bautzen - Bischofswerda Linie 114
  • Bahnstrecke Dresden - Görlitz (Station Seitschen)
Pensionen:
  • "Gartenstübl" Ramke, Telefon: 035930 50 27 8
  • "Gut Sommereichen", Fam. Busch, Telefon: 035930 53 49 4
Gaststätten:
"Gartenstübl" Ramke, Telefon: 035930 50 27 8
Tradition:
  • im Mai die "Landpartie" im Schlosspark und der Parklauf
  • Weihnachtsmarkt am Sonnabend vor dem 3. Advent
Schulen:
Evangelisches Schulzentrum mit Grund- und Mittelschule, Gymnasium, Bautzener Straße 5, 02633 Gaußig, Telefon: 035930 50 42 2
Feuerwehr:
Am 11. August 1918 kam es zur Gründung einer Ortspflichtfeuerwehr. Dort war als erster Ortsführer Graf Schall-Riaucour tätig. Die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Gaußig fand am 05. August 1939 bei Wilhelm Hesse statt. 2004 erhielten die Kameraden ein neues Tanklöschfahrzeug und 2005 erfolgte die Weihe des neuen Gerätehauses.

Südwestlich von Bautzen an der Staatsstraße 120 liegt der Ort Gaußig. Die Kirche in der Mitte des Ortes mit dem Kriegerdenkmal auf dem dazugehörigen Kirchplatz, das Schloss und das Gut verleihen dem Ortszentrum sein charakteristisches Aussehen. Gaußig ist eine Gutssiedlung, die ein Schloss mit einem 28 Hektar großen Park besitzt, welcher einen umfangreichen Pflanzenbestand aufweist. In der Oberlausitzer Grenzbestimmungsurkunde von 1241 erscheinen erstmalig die Umgebung und der Bach bei Gaußig. Die Ersterwähnung des Herrensitzes durch den Ritter Reinhardus de Guzich findet man 1245. Zu den schönsten Einrichtungen zählen das Schloss aus dem 18. Jahrhundert im palladianischen Klassizismus, der Schlosspark mit seinen zahlreichen schönen und seltenen Rhododendren und Azaleenbüschen, die Kirche mit spätgotischem Flügelaltar von 1480 und die Schlosskapelle aus dem Jahre 1895. Die Schule wurde 1900 erbaut, 1970 und 2008 erweitert. Seit 1993 gibt es die „Sport- und Vereinshalle“. Die „Kleine Gaußiger Runde“ mit mehreren Naturschutzzeichen und die „Große Gaußiger Runde“ ca. 33 km beginnen hier. Weitere beliebe Ausflugsziele sind der Klosterberg (394m), der Picho (499m), die „Schöne Aussicht“ Sora, weiter über das „Jägerhaus“ zum „Mönchwalder Berg“ (447m).

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Sorbischer Rundling
Erreichbarkeit:
  • über die B6 (6km) oder die B96 (8km) zu erreichen
  • Buslinie
  • der nächste Eisenbahnanschluss ist Bautzen
Tradition:
Jährliches Dorffest am ersten Septemberwochenende
Gaststätten:
"Am Hasenberg", Hauptstraße 5, 02692 Gnaschwitz, Telefon: 035930 50 96 0
(Aus Altersgründen geschlossen. Steht zum Verkauf direkt vom Eigentümer)
Denkmäler:
Lutherdenkmal und Kriegerdenkmal
Feuerwehr:
In Gnaschwitz wurde 1849 eine Feuerlöschspritze von der Gelbgießerei Schober in Bautzen für 275 Taler angeschafft. Dieses Gerät wurde durch eine Spritzenmannschaft bedient. Am 03.September 1924 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr. Die FFW in Gnaschwitz konnte am 19.Juli 1988 ein neues Löschfahrzeug und 2005 ein modernes Tanklöschfahrzeug in Empfang nehmen.

1241 wurde Gnaschwitz zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde das Adelgeschlecht Burchardus de Gnaswiz genannt. Eines des schönsten bäuerlichen Ensembles der ländlichen Siedlungsgeschichte und Architektur ist der Dorfkern. In der klaren und geschlossenen Ausprägung erkennt man die ursprüngliche Siedlungsanlage des aus einem slawischen Rundweiler hervorgegangenen Angerdorfs. Die einheitliche Bebauungsform der traditionellen bäuerlichen Dreiseitenhöfe mit durchgängigen zweigeschossigen Wohnhäusern und steil geneigten Dächern. Mit dem Giebel dem Dorfanger zugewandt, stehen die Wohnhäuser im rechten Winkel dazu, die Scheunen mit der Ausfahrt zur rückwärtig angrenzenden Flur. Die Giebel der Wohnhäuser sowie auch die Scheunen bilden eine eindeutige Bauflucht. In der Dorfmitte befinden sich das Kriegerdenkmal aus dem ersten Weltkrieg und der Luthergedenkstein. In der ehemaligen Schule befinden sich jetzt die Gemeindeverwaltung, der Jugendclub und eine Wohnung. Der Rundwanderweg führt entlang des Lagweg-Hofeweg-Kuhweg (ca.1h) mit Blick auf die Wochenendsiedlungen Hasenberg und Bärwald sowie auf die umliegenden Orte. Man hat auch Ausblick auf die Ausläufer des Mittellausitzer Berglandes um den 367 m gipfelnden Tschelentsky. Gnaschwitz liegt an der Kreisstraße 7253, die von Bautzen kommt und an der S119 Neukirch - Bautzen Abzweig Gnaschwitz (oder über die B96). Die Buslinien 114 und 115 halten hier.

Gründungsjahr:
1498 in einer Urkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Gutssiedlung mit Streifenflur
Ortstypisches:
Bauern- und Siedlerhäuser ländlicher Prägung
Erreichbarkeit:
An der Kreisstraße Gaußig - Weißnaußlitz gelegen
Gaststätten:
Gaststätte Golenz, Roland Hild, Telefon: 03591 30 26 88
Feuerwehr:
Gehörte zum Feuerlöschverband mit den Orten Gaußig, Golenz und Günthersdorf.

Das Bauern- und Siedlerdorf Golenz befindet sich östlich von Gaußig an der Straße von Gaußig nach Weißnaußlitz gelegen. Erstmalig wurde es 1498 unter dem Namen „Golitz” erwähnt. Entstanden ist Golenz hauptsächlich als Vorwerk des Rittergutes Gaußig. Der ehemalige Kindergarten von Golenz ist heute eine Gaststätte. Von hier führen Wanderwege nach Gaußig entlang der Isern nach Diehmen und der „Kleinen Gaußiger Runde“.

Gründungsjahr:
1466 in einer Urkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Grubschütz ist ein erweitertes Platzdorf mit Blockflur
Gaststätten:
  • "Spreetal", Preuschwitzer Str. 12, 02692 Grubschütz, Telefon: 03591 30 46 04
  • Landhotel "Zur guten Einkehr", Techritzer Straße 2, 02692 Grubschütz, Telefon: 03591 30 39 30
Tradition:
Jährliches Dorffest zur Sommersonnenwende
Feuerwehr:
Am 2. März 1907 wurde die FFW Grubschütz gegründet und 1950 nach der Eingemeindung mit der Freiwilligen Feuerwehr Doberschau zusammengeschlossen.

Grubschütz liegt südwestlich von Bautzen auf dem Westhang über einer Talweitung, die der Spreelauf in weitem Bogen ostwärts begrenzt. Obwohl die von lehmigem Flusssand erfüllte, frühere sumpfige Aue noch heute Überschwemmungszone ist, steht das Dorf auf einer hochwassersicheren Terrasse. 1466 wurde es erstmalig als Grobschütz urkundlich erwähnt. Für den slawischen Weiler auf einer Felsenkuppe über dem Spreetal kennen wir den sorbischen Ortsnamen Grubelcici, der auf den Zunamen Grubelka zurückzuführen ist. Einen Verwahrfund mit etwa 550 Braktaten des 13. Jahrhunderts aus der Zeit der böhmischen Könige Ottokar I., Wenzel I. und Ottokar II. kam 1896 zutage. Durch den Ort führt der Rad- und Wanderweg durch das romantische Spreetal zum Humboldthain und in das über 1000-jährige Bautzen. Grubschütz erreicht man über die Staatsstraße 119 Bautzen - Neukirch, über die Kreisstraße 7353 von Preuschwitz in Richtung Grubschütz.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Platzdorf
Ortstypisches:
Ländlich geprägte Bebauung (ehem. Landwirtschaft)
Erreichbarkeit:
  • Ortsverbindungsstraße von Gaußig nach Zockau
  • über die B6 (Abzweig Spittwitz, Richtung Medewitz)
  • Bahnstation Seitschen (Strecke Dresden - Görlitz)

Nordwestlich von Gaußig liegt Günthersdorf - ein Straßenangerdorf. Nach Südosten ist der Ort durch einen von der Rieglitz gespeisten Teich von Gaußig getrennt. Bei diesem Ort handelt es sich vermutlich um einen sehr frühen Ausbau des nahen Gaußiger Herrensitzes. Günthersdorf ist eines der wenigen Dörfer, die einen deutschen Namen führen. Erstmalig ist der Ort 1241 in der Oberlausitzer Grenzurkunde als bischöflich - meißnischer Ort in der Burgward Göda erwähnt. In dieser Grenzurkunde wurde angegeben, dass der Weg, der von Bautzen nach Zockau führt, einen Abzweig nach Günthersdorf besitzt. Die ehemalige Dorfgaststätte wurde in ihrer ursprünglichen Außenansicht wieder hergestellt. Wanderwege führen entlang der „Großen Gaußiger Runde“ und dem „Hohlweg nach Spittwitz“.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Platzartiger Häuslerausbau
Ortstypisches:
Mischbebauung landwirtschaftlicher sowie Häusler- und Einfamilienhäuser
Tradition:
Mühlentag am Pfingstmontag
Erreichbarkeit:
  • Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119) Abzweig in Weißnaußlitz
  • über Kreisstraße Gaußig - Golenz - Katschwitz
Ferienwohnung:
Fam. Volker Grocholl, An der Wassermühle 1, 02633 Katschwitz, Telefon: 035930 50 22 6

Katschwitz ist ein kleiner Ort, bei dem es sich offenbar um einen spätslawischen Ausbau handelt. Im Norden der Flur gehört am „Langen Wasser“ eine Häusergruppe mit einer Wassermühle zum Ort. Unter dem Namen „Kosscicz“ wird er schon in der Oberlausitzer Grenzurkunde von 1241 erwähnt. Die wenigen Bewohner, deren Felder eine Blockflur bildeten, waren den Herren von Drauschkowitz untertan.

Gründungsjahr:
1466 in einer Urkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Reihendorf
Denkmäler:
Kriegerdenkmal
Erreichbarkeit:
  • Buslinie R114 Bautzen - Naundorf - Bischofswerda
  • Ring Bischofswerda - Demitz-Thumitz - Bischofswerda
  • von der Ortsverbindungsstraße Neukirch - Naundorf über den Gickelsberg
Traditionen:
Kinder- und Sommerfest am letzten Wochenende im Juli
Wanderwege:
  • vom Butterberg auf den Klosterberg
  • über den Gickelsberg nach Neukirch ins schöne Valtental
  • den Moritzweg entlang nach Gaußig
  • entlang der "Großen Gaußiger Runde"
Feuerwehr:
Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr fand am 05. Juli 1924 statt. Zur Unterstützung der Wehr stellte sie 1966 eine Frauenlöschgruppe auf und bildete eine Arbeitsgruppe „Junge Brandschutzhelfer“. 1996 wurde ein neues Feuerwehrhaus eingeweiht. 2007 erhielten die Kameraden einen neuen Mannschaftstransportwagen. Sie arbeiten eng mit der Freiwilligen Feuerwehr Gaußig zusammen.

Zwischen Gaußig und Tröbigau befindet sich an der Staatsstraße 120 gelegen Naundorf. Es ist ein Reihendorf, welches sich halbkreisförmig wie eine Sichel 3km lang durch das Tal zieht. Erstmals wurde Naundorf 1466 als „Nawindorff“ erwähnt. Neben der ehemaligen Schule (erbaut 1893) befindet sich das Kriegerdenkmal. Von hier aus kann man zum Butterberg wandern und von dort aus weiter auf den Klosterberg. Über den Gickelsberg gelangt man nach Neukirch ins schöne Valtental und über den Moritzweg erreicht man Gaußig. Oder man wandert entlang der „Großen Gaußiger Runde“.

Gründungsjahr:
1361 erwähnt im Bautzener Dingbuch.
Art des Dorfes:
Bauernweiler
Erreichbarkeit:
  • Kreisstraße Bautzen - Doberschau
  • Buslinie
Feuerwehr:
Bis zum 31. März 1928 waren die Feuerwehrleute von Preuschwitz mit der Doberschauer FFW eine Einheit. Weil sich die Feuerwehr von Preuschwitz eine eigene Spritze angeschafft hatte, welche im eigenen Spritzenhaus untergebracht wurde, traten sie aus der Einheit im Juni 1936 aus. 1944 erfolgte der Zusammenschluss mit Doberschau.

Im großen Spreebogen südlich von Bautzen liegt der Bauernweiler Preuschwitz. Bereits 1361 wurden die Preuschwitzer Bauern im Dingbuch von Bautzen genannt. Für das Sorbentum ist Preuschwitz als Geburtsort des ersten maßgebenden sorbischen Sprachforschers und Schöpfers der neuen sorbischen Rechtschreibung, Křesćan Bohuwěr Pfuhl, sehr bedeutsam. Sein 1866 erschienenes Hauptwerk „Lausitzisch - sorbisches Wörterbuch“ gilt heute noch als wissenschaftlich zuverlässigste Unterlage. Durch Preuschwitz geht der Spreeradweg. Der Ort liegt an der Kreisstraße Bautzen - Doberschau.

Gründungsjahr:
1363 erwähnt im Bautzener Dingbuch.
Art des Dorfes:
Block- und Streifenflur
Erreichbarkeit:
  • Kreisstraße Bautzen - Gnaschwitz
  • Buslinie
Feuerwehr:
Wie in fast allen Orten des Landes Sachsens gab es auch in Schlungwitz eine Feuerwehr, die sich aus einer Spritzenmannschaft heraus gebildet hatte. 1925 wurde eine Pflichtfeuerwehr gegründet, die bis ca.1960 bestand.

Die Ortsflur Schlungwitz ist auffallend klein und schmal, offenbar eine Restflur am Spreetal. Gegenüber den Ackerflächen in Ortsnähe hat sich die Spree etwa 35m tief eingeschnitten. Der Hauptteil der Ortsflur, früher als Block- und Streifenflur ausgebildet, ist ein von Äckern erfülltes fruchtbares Gefilde, das sich über einem breiten Hügel (268,9m) bis an den Saum des Bärwaldes (285m) erstreckt. Der Ort liegt an der Kreisstraße Bautzen - Gnaschwitz.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Erreichbarkeit:
  • Staatsstraße 119 Bautzen - Neukirch
  • Buslinie
  • Kreisstraße K 7255 (Bautzen über Grubschütz nach Techritz)
Feuerwehr:
1876 im Spritzenverband, Feuerwehr gab es bis zur Eingemeindung im Jahr 1932.

Techritz ist in eine flache Bachmulde eingebettet, die sich unterhalb des Zusammenflusses zweier Wasserläufe hinzieht. Techritz wird 1241 erstmals in der Grenzurkunde erwähnt. Die Geschichte des Rittergutes ist ab dem 15. Jahrhundert nachvollziehbar. Das ehemalige Herrenhaus ist ein schlichter, zweigeschossiger Bau, welcher nach dem Schlussstein des Hauseingangs aus dem Jahr 1789 stammt. Vor dem ersten Weltkrieg wurden in Techritz auf dem Gut Forschungsarbeiten betrieben. Zur Anwendung kamen die Grassamenzucht, Heutrocknungsverfahren und Versuche zur Bodenstabilisierung.

Gründungsjahr:
1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Platzartiger Rundweiler
Erreichbarkeit:
Staatsstraße Bautzen- Neukirch (S119)
Feuerwehr:
Die Feuerwehr besaß eine Handdruckspritze, welche 1876 zur Aufbewahrung an Gottfried Keil übergeben wurde. 1884 wurde diese an Johann Dutschmann übergeben mit der „Verweisung, dieselbe in guten Zustand zu halten und bei Feuer mit derselben sofort zur Hilfe zu Eilen. Die Spritze ist Eigentum der Gemeinde.“ Die Feuerwehr löste sich 1985 auf.

Weißnaußlitz, an der Straße nach Neukirch gelegen, wurde erstmals in der Grenzurkunde von 1241 erwähnt. Mit dem Ortsnamen Novosedlici - gleichbedeutend mit Neusiedlung – wurde der Ort zudem 1317 im „Zinsregister des Klosters Marienstern“ genannt. Weißnaußlitz war einer der ersten Orte im Bautzener Gebiet mit Kartoffelanbau. 1756 berichtet der Erbrichter, er habe „2 viertel Erdbirnen gesteckt“. Hier hat sich ein wenig dörfliche Romantik erhalten. Geht man von der Neukircher Straße zum Gut hin, sind mächtige Kastanien zu einer kurzen Allee angeordnet, deren Kronen führen den Besucher wie durch ein Tunnel. Der Ort liegt im unmittelbaren Vorland der Lausitzer Berge, dessen Häuser in Bauweise und Fassade charakteristische Merkmale der Oberlausitz erkennen lassen. Die Weißnaußlitzer Flur reichte südwärts bis zu einem Nebenwasser des "Langen Wassers" und schließt den bewaldeten Westhang des Berges Tschelentsy bis zur Meereshöhe von 350m ein.

Gründungsjahr:
1238 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt
Art des Dorfes:
Lockeres Platzdorf
Ortstypisches:
Landwirtschaftlich geprägte Bebauung
Erreichbarkeit:
  • Ortsverbindungsstr. von Gaußig nach Zockau
  • über die B6 (Abzweig Spittwitz, Richtung Medewitz)
  • Bahnstation Seitschen (Strecke Dresden - Görlitz)
Feuerwehr:
Bereits 1905 besaß die Feuerwehr eine Handdruckspritze, die in einem Geräteschuppen untergebracht war. 1971 löste sich die Löschgruppe von Zockau auf.

Zockau liegt abgeschieden südöstlich der Bundesstraße 6 zwischen Bautzen und Bischofswerda. Zockau zeigt sich nur dem, der nahe herankommt, so idyllisch ist es eingebettet in der baumreichen sanften Senke um das Naundorfer Wasser. Hier lebten schon in der Bronzezeit die ersten Siedler. Es ist ein typisch slawisches Rundlingsdorf. Bereits im Jahre 1238 fand Zockau, noch vor der Siegelung der Grenzurkunde, durch den Ritter Gerlachus de Zockowa, der mit dem Ort belehnt war, Eingang in schriftliche Dokumente. Im Jahr 1924 erfolgte der Dorfausbau - es entstand Neu-Zockau. Schon 1241 gab es einen direkten Weg, der von Bautzen nach Zockau führte. Dieser Weg, der heute nur noch als Feldweg besteht, verlief über Göda und Birkau. So stand in der Grenzurkunde: „Von jenen auf den Hügel beim Wege, welcher geht von Bautzen nach Zockau“. Von hier aus führt der Wanderweg in der Hohle nach Spittwitz und entlang der „Großen Gaußiger Runde“.